Datenschutzhinweise für die Futureway-AI-Plattform
Stand: 1. Oktober 2026
Diese Datenschutzhinweise gelten für die Nutzung der Futureway-AI-Plattform (app.futureway.ai). Für den Besuch der Marketing-Website (futureway.ai) gilt die dortige Datenschutzerklärung.
1. Verantwortlicher
Futureway AI UG (haftungsbeschränkt) Alte Wittener Straße 30 44803 Bochum, Deutschland E-Mail: info@futureway.ai
2. Zwei Rollen: Wofür wir verantwortlich sind — und wofür Ihre Organisation
Die Plattform wird von Organisationen (Unternehmen) eingesetzt. Datenschutzrechtlich gibt es deshalb zwei Bereiche:
- Inhalte Ihrer Organisation (Chat-Unterhaltungen, hochgeladene Dateien, Wissensbestände, Agenten- und Projektinhalte): Diese verarbeiten wir als Auftragsverarbeiter ausschließlich im Auftrag Ihrer Organisation auf Grundlage einer Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung (Art. 28 DSGVO). Verantwortlicher für diese Daten ist Ihre Organisation. Betroffenenrechte hierzu richten Sie bitte primär an Ihre Organisation; wir unterstützen sie bei der Erfüllung.
- Konto-, Vertrags- und Betriebsdaten (unten, Ziffern 3–9) sowie die Lehrgänge der Futureway-Akademie (Ziffer 11): Diese verarbeiten wir als Verantwortlicher im Sinne der DSGVO.
Ein Produktprinzip vorab: Administratoren Ihrer Organisation sehen die Inhalte Ihrer Unterhaltungen nicht. Sie erhalten ausschließlich Nutzungs-Metadaten — aggregierte Werte (z. B. Token-Verbrauch) und ein Nutzungsprotokoll mit einzelnen Ereignissen (Ziffer 4). Fragen, Antworten und Dokumentinhalte sind darin nicht enthalten und über das Protokoll auch nicht auffindbar. Unterhaltungsinhalte werden von uns außerdem nicht in Protokolldateien geschrieben und nicht zum Training von KI-Modellen verwendet.
3. Konto- und Profildaten
Bei der Registrierung und Nutzung verarbeiten wir: Name, geschäftliche E-Mail-Adresse, Passwort (nur als kryptografischer Hash), Spracheinstellung, optionales Profilbild sowie den Verifikationsstatus Ihrer E-Mail-Adresse. Ihre Organisations- und Rollenzuordnung, Gruppen und Freigaben verarbeiten wir im Auftrag Ihrer Organisation (Ziffer 2).
Automatische Kontoverwaltung durch Ihre Organisation (SCIM). Nutzt Ihre Organisation die Anbindung an ihren Anmeldedienst (z. B. Microsoft Entra ID oder Okta), kann sie Ihr Konto darüber anlegen, aktualisieren, deaktivieren und aus der Organisation entfernen; dabei erhalten wir Name, geschäftliche E-Mail-Adresse, Gruppenzuordnung und eine technische Kennung aus dem Anmeldedienst. Wird Ihr Konto deaktiviert, enden bestehende Sitzungen sofort und eine Anmeldung ist nicht mehr möglich; Ihre Inhalte werden dadurch nicht gelöscht. Ansprechpartner für diese Verwaltung ist Ihre Organisation.
Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO (Bereitstellung des von Ihrer Organisation beauftragten Dienstes und Sicherheit Ihres Kontos); haben Sie den Vertrag selbst geschlossen, Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO. Speicherdauer: bis zur Löschung des Kontos — durch Sie selbst oder durch uns, wenn Ihr Konto 24 Monate lang keiner Organisation angehört und Sie sich in dieser Zeit nicht angemeldet haben (Ziffer 12); die Organisations- und Rollenzuordnung endet mit der Löschung der Organisation.
4. Nutzungs- und Abrechnungsdaten
Zur Steuerung der Nutzungskontingente und zur Abrechnung verarbeiten wir technische Nutzungswerte je Konto: Zeitpunkt, genutztes Modell, Verbrauchswerte (Token) und die Funktionsquelle der Anfrage (z. B. Chat, Datei-Verarbeitung). Diese Daten enthalten keine Inhalte Ihrer Eingaben oder der KI-Antworten.
Nutzungsprotokoll für die Administration. Damit Ihre Organisation nachvollziehen kann, welche Unternehmensdaten an welches KI-Modell gegeben wurden, ergänzen wir jedes Ereignis um: die tatsächlich ausgeführten Werkzeuge (z. B. Datei-Suche, Websuche), die Namen der dabei durchsuchten Wissensbereiche sowie die Angabe, ob persönliche Dateien im Zugriff waren. Dateinamen persönlicher Dateien werden dabei bewusst nicht erfasst, ebenso wenig eine Kennung der jeweiligen Unterhaltung. Personen mit Administrationsrechten können dieses Protokoll einsehen und als CSV exportieren; ein Weg zu Inhalten besteht darüber nicht.
Die Basiswerte (Zeitpunkt, Modell, Verbrauchswerte, Funktionsquelle) verarbeiten wir als Verantwortliche zur Abrechnung, Kontingentsteuerung, Kapazitätsplanung und Missbrauchsabwehr; Rechtsgrundlage ist Art. 6 Abs. 1 lit. b bzw. lit. f DSGVO. Das Nutzungsprotokoll mit den Zusatzangaben stellen wir Ihrer Organisation in deren Auftrag bereit (Ziffer 2); für Einsicht und Auswertung ist Ihre Organisation verantwortlich. Aggregierte Werte und das Nutzungsprotokoll je Organisation sieht deren Administration; Ihre eigenen Werte sehen Sie in Ihrem Nutzungs-Dashboard.
Hinweis für Organisationen mit Betriebs- oder Personalrat: Da sich das Nutzungsprotokoll personenbezogen auswerten lässt, ist seine Nutzung regelmäßig nach § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG mitbestimmungspflichtig. Über die Nutzung des Protokolls entscheidet Ihre Organisation als Verantwortliche.
5. Protokolldaten und Sicherheit
Beim Zugriff auf die Plattform verarbeiten wir Server-Protokolldaten (IP-Adresse, Zeitpunkt, aufgerufener Endpunkt, technische Statusinformationen) zur Gewährleistung von Stabilität und Sicherheit (u. a. Raten-Begrenzung, Abwehr von Angriffen, Fehleranalyse). Unterhaltungsinhalte sind in Protokollen nicht enthalten.
Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO. Protokolldaten werden nur so lange vorgehalten, wie es für diese Zwecke erforderlich ist.
Anmeldeschutz (Geräteerkennung). Zum Schutz Ihres Kontos speichern wir je Browser, aus dem Sie sich erfolgreich anmelden, einen Wiedererkennungs-Eintrag: eine zufällige, gehashte Gerätekennung (Cookie), die Browser-/Betriebssystem-Kennung (User-Agent) und den Zeitpunkt der letzten Anmeldung von diesem Gerät. Melden Sie sich von einem unbekannten Gerät an, informieren wir Sie per E-Mail. Es entsteht keine Anmelde-Historie: je Gerät wird genau ein Eintrag geführt und bei jeder Anmeldung überschrieben. Administratoren Ihrer Organisation sehen dabei niemals User-Agent, IP-Adresse oder exakte Zeitpunkte Ihrer Geräte — nur eine grobe Aktivitätsangabe. Sie können gespeicherte Geräte jederzeit in den Sicherheitseinstellungen einsehen und entfernen. Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO (Netz- und Informationssicherheit, Erwägungsgrund 49).
Zwei-Faktor-Authentifizierung. Richten Sie die optionale Zwei-Faktor-Authentifizierung ein (oder verlangt Ihre Organisation sie), speichern wir das dafür nötige, symmetrisch verschlüsselte Geheimnis und verschlüsselte Backup-Codes. Diese Daten dienen ausschließlich der Anmeldesicherung und werden bei Deaktivierung gelöscht. Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO. Auch bei organisationsweiter Pflicht verarbeiten wir diese Daten in eigener Verantwortung; Ihre Organisation legt nur fest, dass sie verlangt wird.
IP-Zugangsbeschränkungen der Organisation. Ihre Organisation kann den Zugang auf bestimmte Netzwerke beschränken. Dabei wird die IP-Adresse jeder Anfrage gegen die von der Organisation hinterlegte Liste geprüft; die geprüfte Adresse wird hierfür nicht zusätzlich gespeichert oder protokolliert.
6. Cookies
Die Plattform verwendet ausschließlich technisch notwendige Cookies (Sitzungs-Cookies für die Anmeldung, httpOnly/secure). Sie sind für den ausdrücklich von Ihnen gewünschten Dienst unbedingt erforderlich (§ 25 Abs. 2 Nr. 2 TDDDG); eine Einwilligung ist dafür nicht erforderlich. Tracking- oder Marketing-Cookies setzen wir nicht ein.
7. Transaktions-E-Mails
Für System-E-Mails (E-Mail-Verifikation, Passwort-Zurücksetzen, Einladungen, wichtige Konto-Hinweise) setzen wir den Dienst Transactional Email der Scaleway S.A.S. (Paris, Frankreich) als Auftragsverarbeiter ein — denselben europäischen Anbieter, der auch die Standard-KI-Inferenz erbringt. Die Verarbeitung findet vollständig in der Europäischen Union statt; der Dienst setzt keine eigenen Subprozessoren ein, und die Inhalte versendeter E-Mails werden nach der Zustellung automatisch gelöscht. Über denselben Dienst versenden wir im Auftrag Ihrer Organisation auch die Benachrichtigungen aus Automatisierungen; deren Betreff, Text und Anhänge legt fest, wem die Automatisierung gehört.
Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO (Vertragsdurchführung) bzw. lit. f (berechtigtes Interesse an sicherem Kontobetrieb). Werbe-E-Mails versenden wir ohne gesonderte Grundlage nicht.
8. Support-Anfragen („Hilfe & Feedback")
Über „Hilfe & Feedback" in der Plattform können Sie uns Fragen, Fehlermeldungen, Beschwerden, Feature-Wünsche und Anfragen zu Ihren Betroffenenrechten senden. Diese Anfragen richten sich an uns als Betreiberin; wir sind dafür Verantwortliche (nicht Ihre Organisation). Die Administratorinnen und Administratoren Ihrer Organisation haben keinen Zugriff auf Ihre Anfragen.
Verarbeitete Daten: Ihr Name und Ihre E-Mail-Adresse aus dem Konto, Betreff und Text der Anfrage, von Ihnen freiwillig angehängte Dateien (Screenshots, PDF, Text), der Bearbeitungsverlauf (Status, Zuständigkeit, Zeitpunkte) sowie interne Bearbeitungsnotizen unseres Teams. Auf Wunsch senden Sie technische Angaben mit, die vor dem Absenden vollständig angezeigt werden und abwählbar sind: aufgerufene Seite, Browser, Sprache, Fenstergröße, Tarif und gegebenenfalls die Kennung des betroffenen Chats oder Code-Projekts — niemals Chat-Inhalte, Dateinamen oder Eingaben.
Speicherung und Löschung: Anfragen werden in unserer Datenbank und Anhänge im Objektspeicher bei der Hetzner Online GmbH (Deutschland) gespeichert. Gelöste Anfragen werden nach sieben Tagen ohne Rückmeldung geschlossen; geschlossene Anfragen löschen wir nach 365 Tagen automatisch. Mit der Löschung Ihres Kontos werden Ihre Anfragen sofort gelöscht. Ihre eigenen Anfragen sind Teil Ihres Datenexports.
Benachrichtigungen: Über neue Antworten informieren wir Sie per E-Mail (Versand über Scaleway S.A.S., siehe Abschnitt 7). Diese E-Mails enthalten nur einen Hinweis und einen Link; der Inhalt der Antwort bleibt in der Plattform.
Bewertung und Artikel-Feedback: Nach Abschluss einer Anfrage können Sie freiwillig eine Bewertung (1–5 Sterne, optional ein Kommentar) abgeben; zu Artikeln im Hilfe-Center können Sie freiwillig angeben, ob sie hilfreich waren. Beides ist Ihnen zugeordnet, wird mit der Anfrage bzw. mit Ihrem Konto gelöscht und fließt nur als Summe in unsere Auswertung ein.
KI-Assistent im Hilfe-Panel (nur wenn aktiviert): Wenn Sie im Hilfe-Panel eine Frage stellen, kann sie zunächst ein KI-Assistent beantworten. Er ist als KI gekennzeichnet, und Sie können jederzeit mit einem Menschen weitersprechen. Dabei werden Ihre Frage und die letzten Nachrichten der laufenden Unterhaltung an ein KI-Modell unseres EU-Anbieters (Scaleway S.A.S., Frankreich, siehe Ziffer 10) übermittelt; die Eingaben werden nicht zum Training verwendet. Der Assistent greift ausschließlich auf unsere eigenen veröffentlichten Hilfe-Artikel zu — nicht auf Ihre Chats, Dateien, Wissensbereiche oder früheren Anfragen. Die Unterhaltung mit dem Assistenten wird nicht gespeichert; erst wenn Sie an einen Menschen übergeben, entsteht daraus eine Anfrage mit dem von Ihnen geschriebenen Text. Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO (Support als Teil des Vertrags) und lit. f DSGVO (effiziente Beantwortung von Anfragen).
Automatische Einordnung (nur wenn aktiviert): Zur Vorsortierung kann ein KI-Modell Betreff und Text Ihrer Anfrage einmalig auswerten und unserem Team eine Art, eine Dringlichkeit und eine kurze Zusammenfassung vorschlagen. Das Modell wird über unseren EU-Modellanbieter (Scaleway S.A.S., Frankreich, siehe Ziffer 10) betrieben und erhält weder Ihren Namen noch Ihre E-Mail-Adresse oder Organisation; die Eingaben werden nicht zum Training verwendet. Es trifft keine Entscheidung — jede Antwort kommt von einem Menschen, der den Vorschlag prüft. Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO (effiziente Bearbeitung von Anfragen).
Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO (Support als Teil des Vertrags), lit. f DSGVO (Nachverfolgung, Qualitätssicherung, Rechenschaft) sowie bei Betroffenenrechte-Anfragen Art. 6 Abs. 1 lit. c i. V. m. Art. 12 ff. DSGVO.
9. Zahlungsdaten
Für kostenpflichtige Buchungen setzen wir Mollie B.V. (Keizersgracht 126, 1015 CW Amsterdam, Niederlande — EU) als Zahlungsdienstleister ein; Mollie handelt dabei als eigenständiger Verantwortlicher. Mollie verarbeitet ausschließlich Zahlungs- und Rechnungsdaten (Zahlungsmittel, Beträge, Rechnungsanschrift Ihrer Organisation) — niemals Chat-Inhalte, Dateien oder Prompts. Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO (Vertragsdurchführung).
Die Zahlungsdaten selbst (z. B. IBAN oder Kartennummer) geben Sie direkt bei Mollie ein; wir speichern sie nicht, sondern sehen nur eine maskierte Darstellung Ihres hinterlegten Zahlungsmittels. Rechnungsbezogene Daten unterliegen den gesetzlichen Aufbewahrungspflichten (§ 14b UStG, § 147 AO — bis zu 10 Jahre) und bleiben deshalb auch nach einer Löschung Ihres Kontos erhalten.
Abschlussnachweis zur Auftragsverarbeitung. Wir speichern, welche Fassung der Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung Ihre Organisation wann, auf welchem Weg und durch welche Person abgeschlossen hat — bei ausdrücklicher Unterzeichnung mit Name und Funktion — sowie wann wir Ihrer Organisation Änderungen mitgeteilt haben. Zweck ist der Nachweis des Vertragsschlusses und die Verteidigung von Rechtsansprüchen; Rechtsgrundlage ist Art. 6 Abs. 1 lit. b, c und f DSGVO. Der Nachweis bleibt nach der Löschung der Organisation und Ihres Kontos bestehen und wird sechs Jahre nach dem Ende des Kalenderjahres gelöscht, in dem der Vertrag endet.
10. KI-Verarbeitung Ihrer Inhalte (im Auftrag Ihrer Organisation)
Wenn Sie KI-Funktionen nutzen, werden Ihre Eingaben und die zur Beantwortung nötigen Kontexte (z. B. Dateiausschnitte) an KI-Anbieter mit Rechenzentren in der Europäischen Union bzw. im Europäischen Wirtschaftsraum übermittelt und dort verarbeitet; einzelne Anbieter nutzen auch Rechenzentren in der Schweiz, für die ein Angemessenheitsbeschluss der EU-Kommission besteht (Art. 45 DSGVO — welche, steht in der Subprozessorenliste). Wir haben mit diesen Anbietern Verträge zur Auftragsverarbeitung geschlossen (zur Missbrauchserkennung halten einzelne Anbieter Anfragen begrenzt vor, siehe Subprozessorenliste) und sichergestellt, dass Ihre Daten nicht zum Training von KI-Modellen verwendet werden. Für optionale Dienste, die Ihre Organisation selbst einschaltet, gilt das nicht in jedem Fall — siehe unten.
Welche Modelle welche Funktion bedienen — einschließlich Anbieter und Verarbeitungsort — sehen Sie jederzeit transparent in den Einstellungen der Plattform („Modelle"). Die vollständige Liste unserer Subprozessoren finden Sie in den Einstellungen unter „Rechtliches"; Änderungen teilen wir den Organisationen vorab mit.
Souveränitätsstufe Ihrer Organisation. Welche Chat-Modelle zur Wahl stehen, legt der Inhaber Ihrer Organisation mit der Souveränitätsstufe fest. Voreingestellt ist „Nur EU": ausschließlich europäische Anbieter mit Verarbeitung in der EU bzw. im EWR (bei einzelnen Anbietern auch in der Schweiz, siehe oben). Wählt der Inhaber „Verarbeitung in Europa, auch US-Anbieter", kommen die in der Subprozessorenliste als „bedingt" gekennzeichneten Anbieter hinzu — Rechenzentren in der EU bzw. im EWR von Anbietern mit US-Mutterkonzern, bei Microsoft auch in der Schweiz (Angemessenheitsbeschluss der EU-Kommission); diese Anbieter können der Reichweite von US-Recht (insbesondere des CLOUD Act) unterliegen. Wählt er „Alle Modelle", sind zusätzlich Modelle ohne zugesicherte Verarbeitung in der EU wählbar; ihre Nutzung ist eine Übermittlung in ein Drittland nach Art. 44 ff. DSGVO, und der Verarbeitungsort steht an jedem dieser Modelle. Solche Modelle nutzen Sie stets nur durch Ihre eigene, manuelle Auswahl; die automatische Modellwahl greift nie auf sie zurück, und Hintergrundfunktionen wie Dokumenterkennung, Dokumentensuche und Diktat laufen in jeder Stufe bei unseren EU-Anbietern.
Optionale Dienste. Einzelne Zusatzdienste verarbeiten Daten außerhalb der EU und werden nur tätig, wenn der Inhaber Ihrer Organisation sie ausdrücklich einschaltet — etwa das Creative Studio, dessen Bild-, Video- und Tonerzeugung die Higgsfield Inc. (USA, laut Anbieter auch mit einem Standort in Kasachstan) ausführt. Higgsfield verarbeitet Prompts, hochgeladene Bilder und die erzeugten Medien nach eigenen Bedingungen — auch zum Training und zur Verbesserung seiner Modelle — und stützt die Übermittlung laut eigener Angabe auf das EU-US Data Privacy Framework bzw. auf Standardvertragsklauseln. Einzelheiten stehen in der Subprozessorenliste.
Websuche. Ist die Websuche in einer Unterhaltung eingeschaltet (Voreinstellung), kann das KI-Modell Suchanfragen stellen. Die Suchbegriffe gibt unser selbst betriebener Suchdienst an eine feste Auswahl öffentlicher Suchmaschinen weiter — ohne Ihre IP-Adresse und ohne Konto- oder Organisationsdaten. Diese Suchmaschinen verarbeiten die Suchbegriffe in eigener Verantwortung und können ihren Sitz auch außerhalb der EU haben, insbesondere in den USA; enthält eine Suchanfrage personenbezogene Daten, werden diese Suchbegriffe dorthin übermittelt. Nehmen Sie deshalb keine personenbezogenen Daten in Suchanfragen auf. Sie können die Websuche je Unterhaltung abschalten, der Inhaber Ihrer Organisation für alle.
11. Lehrgänge der Futureway-Akademie
Belegen Sie einen Lehrgang aus dem Katalog der Futureway-Akademie — etwa über einen Platz, den Ihre Organisation gebucht hat —, verarbeiten wir die dafür erforderlichen Daten als Verantwortlicher: Einschreibung und Status, Ihren Fortschritt je Lektion, Antworten in Übungen, Prüfungsversuche und -ergebnisse, Ihr Zertifikat sowie, wenn Sie ihn nutzen, Ihre Gespräche, Ihr Profil und Ihre Notizen beim KI-Tutor. Eigene Schulungen, die Ihre Organisation im Lernbereich bereitstellt, verarbeiten wir dagegen in deren Auftrag (Ziffer 2).
Was Ihre Organisation sieht: welchen Lehrgang Sie belegen, dessen Status und Abschlussdatum sowie das Datum der bestandenen Abschlussprüfung. Ihren Fortschritt im Einzelnen, Punktzahlen und Prüfungsversuche, Ihre Gespräche mit dem KI-Tutor und Ihre Notizen sieht sie nicht.
KI-Tutor: Der Tutor ist als KI gekennzeichnet. Ihre Eingaben übermitteln wir zur Beantwortung an unseren EU-Modellanbieter Scaleway S.A.S. (Frankreich), die Sprachausgabe erzeugt die Mistral AI SAS (Frankreich); die Daten werden nicht zum Training verwendet. Der Tutor bewertet keine Lernergebnisse und entscheidet weder über Abschluss noch über Prüfung oder Zertifikat. Was er sich über Sie merkt, sehen Sie in Ihrem Tutor-Profil; die Merkfunktion können Sie abschalten. Gespräche löschen wir 30 Tage nach Ende des Lehrgangszyklus, bei einer kürzeren Aufbewahrungsfrist Ihrer Organisation entsprechend früher; Ihr Tutor-Profil können Sie jederzeit selbst löschen, Profil und Notizen werden spätestens mit Ihrem Konto gelöscht.
Zertifikat: Das Zertifikat ist an Ihre Person gebunden und bleibt auch nach dem Ende der Lizenz oder einem Arbeitgeberwechsel gültig. Mit einem nicht erratbaren Link, den Sie weitergeben können, lässt es sich prüfen (Lehrgang, Seriennummer, Ausstellungsdatum, Gültigkeit). Ihr Name erscheint dort nur, wenn Sie das in Ihren Zertifikat-Einstellungen ausdrücklich einschalten; wir speichern dazu den Zeitpunkt und die Fassung des Hinweistexts. Die Einwilligung ist freiwillig und keine Voraussetzung für Lehrgang, Prüfung oder Zertifikat; Ihre Organisation erfährt Ihre Entscheidung nicht. Sie können sie dort ebenso einfach widerrufen; danach zeigt die Prüfseite Ihren Namen nicht mehr, Seriennummer und Gültigkeit bleiben. Bereits weitergegebene Kopien oder Ausdrucke können wir nicht zurückholen. Löschen Sie Ihr Konto, entfernen wir Ihren Namen und das Zertifikats-PDF; erhalten bleiben nur Seriennummer und Gültigkeitsdaten.
Rechtsgrundlage: Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO (Durchführung des Lehrgangs) bzw. — wenn Ihre Organisation den Platz gebucht hat — Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO (ordnungsgemäße Durchführung, Prüfungsintegrität und Nachweis des Abschlusses sowie das Interesse Ihrer Organisation an der gebuchten Schulung); das gilt auch für die Mitteilung von Lehrgang, Status, Abschluss- und Prüfungsdatum an Ihre Organisation. Hat Ihre Organisation Ihnen den Platz zugewiesen, haben wir Ihren Namen und Ihre E-Mail-Adresse von ihr erhalten. Für die Anzeige Ihres Namens auf der Prüfseite Ihre Einwilligung (Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO), die Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen können.
12. Temporäre Chats, Löschung, Export
- Temporärer Chat: Im Inkognito-Modus wird die Unterhaltung nicht gespeichert.
- Löschung: Sie können eigene Unterhaltungen jederzeit sofort und endgültig löschen (kein Papierkorb); Sicherungskopien laufen binnen drei Wochen aus, und KI-Anbieter halten einzelne Anfragen zur Missbrauchserkennung bis zu 30 Tage vor (Subprozessorenliste). Ihr Konto löschen Sie selbst unter Einstellungen → Profil; das entfernt sofort und unwiderruflich Ihre Unterhaltungen, Dokumente, Code-Projekte, persönlichen Dateien, Erinnerungen, Geräte, Sitzungen und Zugangsdaten. Inhalte, die der Organisation gehören (Wissensbereiche, geteilte Skills, Agenten, Projekte), bleiben ohne Ihren Namen bestehen; Nutzungszahlen bleiben der Organisation ohne Personenbezug erhalten. Sind Sie Inhaberin oder Inhaber einer Organisation, übertragen Sie diese Rolle zuvor oder löschen die Organisation. Organisationen können automatische Aufbewahrungsfristen konfigurieren. Die Löschung einer Organisation beginnt auf Antrag ihres Inhabers; ohne Antrag leiten wir sie ein, wenn der Vertrag endet (kein Abonnement, keine gültige Lehrgangslizenz und kein Guthaben mehr), und, wenn nie ein Vertrag geschlossen wurde, 90 Tage nach der Registrierung. Eine automatische Löschung kündigen wir mindestens 14 Tage vor ihrem Beginn per E-Mail an die Rechnungsadresse der Organisation und an den Inhaber an; alle Mitglieder erhalten einen Hinweis, ihre eigenen Daten zu sichern. Nach einer Wiederherstellungsfrist von 30 Tagen wird die Organisation mit allen ihren Inhalten vollständig gelöscht, und wir bestätigen die Löschung. Ihr Nutzerkonto bleibt zunächst bestehen, damit Sie es in einer anderen Organisation weiterverwenden können. Gehört es 24 Monate lang keiner Organisation an und haben Sie sich in dieser Zeit nicht angemeldet, löschen wir es; das kündigen wir mindestens 30 Tage vorher per E-Mail an, und eine Anmeldung genügt, um die Löschung zu verhindern.
- Export: Sie können Ihre eigenen Daten (Unterhaltungen, Dokumente, Erinnerungen, Support-Anfragen und Ihre hochgeladenen persönlichen Dateien) über die Plattform exportieren. Inhaber und Administratoren einer Organisation können zusätzlich die Dateien des Unternehmenswissens exportieren — auch nach dem Ende des Abonnements und während der Wiederherstellungsfrist.
13. Empfänger; Hosting
Die Plattform wird auf Servern der Hetzner Online GmbH (Gunzenhausen, Deutschland) in Rechenzentren in Deutschland betrieben (Auftragsverarbeitung gemäß Art. 28 DSGVO). Weitere Empfänger sind die in der Subprozessorenliste (Einstellungen → Rechtliches) aufgeführten Dienstleister. In der Voreinstellung übermitteln wir Inhalte nicht in Drittländer ohne Angemessenheitsbeschluss der EU-Kommission (zur Schweiz siehe Ziffer 10); ausgenommen sind die standardmäßig eingeschaltete Websuche (Ziffer 10) und Konto-, Abrechnungs- und Nutzungsmetadaten, die Mistral auch außerhalb der Inferenzregion verarbeiten kann (Subprozessorenliste). Eine solche Übermittlung kann nur entstehen, wenn der Inhaber Ihrer Organisation sie ausdrücklich zulässt (Souveränitätsstufe „Alle Modelle" oder ein optionaler Dienst, Ziffer 10), sowie bei der Websuche, deren Suchbegriffe öffentliche Suchmaschinen erreichen, die ihren Sitz auch außerhalb der EU haben können (Ziffer 10).
14. Ihre Rechte
Ihnen stehen die Rechte aus Art. 15–21 DSGVO zu (Auskunft, Berichtigung, Löschung, Einschränkung, Datenübertragbarkeit, Widerspruch gegen Verarbeitungen auf Grundlage von Art. 6 Abs. 1 lit. f). Das Recht auf Löschung Ihres Kontos üben Sie am schnellsten selbst aus (Einstellungen → Profil → „Konto löschen“); für alles Übrige nutzen Sie „Hilfe & Feedback" in der Plattform (Anfrageart „Datenschutz und Betroffenenrechte") oder eine E-Mail an info@futureway.ai. Betrifft Ihr Anliegen Inhalte, die wir im Auftrag Ihrer Organisation verarbeiten, leiten wir es an diese weiter bzw. verweisen Sie an sie.
Sie haben zudem das Recht auf Beschwerde bei einer Datenschutz-Aufsichtsbehörde (Art. 77 DSGVO); für unseren Sitz zuständig ist die Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit Nordrhein-Westfalen (LDI NRW).
15. Keine automatisierte Entscheidungsfindung
Wir treffen keine automatisierten Entscheidungen im Sinne des Art. 22 DSGVO über Sie. Die KI-Funktionen erzeugen Inhalte als Arbeitswerkzeug; Entscheidungen auf dieser Grundlage treffen Sie bzw. Ihre Organisation.
16. Änderungen
Wir passen diese Hinweise an, wenn sich die Plattform oder die Rechtslage ändert. Es gilt die jeweils hier veröffentlichte Fassung; über wesentliche Änderungen informieren wir die Organisationen.